Die Afrikanische Teufelskralle, botanisch Harpagophytum procumbens, ist eine krautige Pflanze mit markanten, hakenförmigen Früchten, die an Krallen erinnern. Sie wächst hauptsächlich in den trockenen Gebieten Südafrikas und Namibias und wird wegen ihrer entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkstoffe geschätzt. Die Pflanze besitzt große, gelblich-rosa Blüten und fleischige Wurzeln, die medizinisch genutzt werden.
Heute morgen habe ich diese Tuschezeichnung begonnen, zu zeichnen. Ich möchte Sie gerne an dem Entstehungsprozess teilhaben lassen, indem ich ihn detailliert beschreibe.
Die Vorzeichnung
Es ist immer sinnvoll, eine Vorzeichnung anzufertigen. Wichtig dabei ist, dass man einen 2H bis H Bleistift oder HB-Bleistift verwendet, die sich leicht ausradieren lassen. Die Vorzeichnung habe ich ganz vorsichtig leicht angelegt, damit sie sich später wieder gut ausradieren lässt. Bei der Vorzeichnung habe ich als erstes die Konturen gezeichnet und anschließend einige markante Stellen in der Mitte der Afrikanischen Teufelskralle. Mehr nicht. Man braucht nicht jeden späteren Tuschestrich mit Bleistift vorher auszuarbeiten. Es genügen die markanten Elemente.
Die Kontur in Tusche
Anschließend habe ich die Kontur in Tusche gezeichnet und zwar mit sehr viel Pigment ohne Verdünnung, da die Afrikanische Teufelskralle durch dunkle Konturen gleich plastischer aussieht.
Die Lavierung der Innenflächen
Danach habe ich mir eine sehr helle Mischung aus Wasser und Sepia-Tinte angelegt. Sie fungierte als Untermalung für die Afrikanische Teufelskralle. Danach habe ich mit Sepia-Tusche die Schatten im Inneren eingezeichnet.
Die Details im Inneren der Afrikanischen Teufelskralle
Der nächste Schritt, die Details, war der, der am längsten Zeit benötigte. Ich habe bei dem Haken der Frucht angefangen, der oben links lag und bin durch die gesamte Frucht im Uhrzeigersinn gegangen. Ich habe die hakenförmigen Elemente mit Schatten versehen. Im nächsten Schritt habe ich jedes Element mit feinen Linien und Schattierungen versehen. Vielleicht wundern Sie sich, wie ich mit einer Zeichenfeder so dünne Linien zeichnen konnte? Der Trick dabei ist, die Feder umgekehrt zu halten. Also statt nach vorne, nach hinten. Dann können Sie so feine Linien in botanische Zeichnungen einarbeiten.
Nach etwa zwei Stunden war ich fertig mit der Zeichnung. Ich habe sie ausreichend trocknen lassen, danach mit Datum und Initialen auf der Rückseite signiert und gescannt auf 600 dpi. Die Zeichnung ist im Original ca. 14,8 x 21 cm (A5).
Nun konnten Sie an dem Entstehungsprozess der Afrikanischen Teufelskralle ein wenig teilhaben. Ich hoffe, Sie fanden es interessant und haben Lust, wieder meine Webseite und meinen Blog zu besuchen.
Herzliche Grüße
Martina Ledermann